In den meisten OT-Umgebungen erfolgt die Übernahme einer Datei in ein kritisches System nach einer bestimmten Abfolge von Schritten. Es beginnt damit, dass ein Anbieter Firmware liefert, ein Auftragnehmer einen Patch mitbringt oder ein Wartungsteam Konfigurationsaktualisierungen vornimmt. Die Dateien werden gescannt, freigegeben und weitergereicht. Doch irgendwo zwischen diesen Vorgängen und dem Zeitpunkt, an dem die Datei die SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) oder die HMI (Mensch-Maschine-Schnittstelle) erreicht, verlieren die Sicherheitsteams sie vollständig aus den Augen.
Zur Bewältigung dieser Herausforderung kommen zahlreiche Ansätze zum Einsatz. Netzwerkbasierte Lösungen regeln den Dateitransfer zwischen IT- und OT-Systemen, und kioskbasierte Arbeitsabläufe überprüfen Wechseldatenträger bereits am Eingangspunkt. Ein Teil des Problems bleibt jedoch durchweg ungelöst: Was geschieht mit einer Datei, nachdem sie überprüft wurde, während sie sich auf dem Weg zum kritischen System befindet?
Das Scannen ist nicht das eigentliche Problem; es geht um die Integrität der Dateien
Die Frage sollte sich nun von „War diese Datei beim Scannen virenfrei?“ zu „Können wir bestätigen, dass es sich zum Zeitpunkt der Bereitstellung im kritischen System immer noch um dieselbe Datei handelt?“ verlagern.
In regulierten Branchen ist es unerlässlich, sicherzustellen, dass sich eine Datei vom Zeitpunkt der Freigabe bis zur Bereitstellung nicht verändert hat. Sobald eine Datei den Prüfpunkt passiert hat, muss es einen Mechanismus geben, mit dem überprüft werden kann, ob sie sich verändert hat.
In OT-Umgebungen bleibt das Problem ungelöst, da es den meisten aktuellen Arbeitsabläufen an einem Mechanismus zur Erkennung von Änderungen nach der Verifizierung mangelt. Wird eine Datei nach der Verifizierung aufgrund eines Fehlers oder einer vorsätzlichen Manipulation geändert, kann das OT-Zielsystem dies nicht erkennen. Der Scan-Datensatz bleibt gültig, und die Freigabe wird weiterhin protokolliert. Eine Datei, die vor drei Tagen als sicher verifiziert wurde und seitdem verändert wurde, sieht identisch aus wie eine Datei, die vor drei Tagen als sicher galt und seitdem nicht verändert wurde. Der Betreiber, der sie verteilt, hat keine zuverlässige Möglichkeit, den Unterschied festzustellen.
Vertrauen entlang der gesamten Lieferkette stärken
MetaDefender Drive™ mit Smart Touch löst dieses Problem durch den „ Secure “-Dateispeicher. Dabei handelt es sich um eine kontrollierte Lösung, die die durchgängige Vertrauenswürdigkeit der Dateien von der Übergabe durch den Anbieter bis zur Bereitstellung im OT-System gewährleistet.
Dateien, die von einem Gerät eines Lieferanten oder Auftragnehmers kopiert wurden, werden im „ Secure File Storage“ gespeichert, wo sie isoliert bleiben und nicht zur Verteilung zur Verfügung stehen, bis sie die Überprüfung durch den „ MetaDefender Kiosk™“ durchlaufen haben. Nach der Überprüfung werden nur einwandfreie Dateien für die Verteilung in die kritische Umgebung freigegeben.



Die Überprüfung endet nicht bei „ MetaDefender “ (Kiosk). Wird eine verifizierte Datei nach dem Scan und vor der Bereitstellung geändert, wird sie automatisch blockiert und ausgeblendet. In diesem Fall muss diese Datei die Überprüfung erneut bestehen, bevor sie wieder zugänglich gemacht werden kann.
Dieser Mechanismus gewährleistet die Dateiintegrität, sodass der Bediener dies nicht manuell durchführen muss. Dadurch verschiebt sich das Sicherheitsmodell von „einmal scannen und verteilen“ hin zu „kontinuierlich bis zur Bereitstellung überprüfen“.
Ein Workflow innerhalb eines umfassenderen Gerätesicherheitssystems
Ein sicherer Workflow für die Dateiverteilung bietet eine Lösung für eine größere Herausforderung, mit der Unternehmen in kritischen Umgebungen konfrontiert sind. Sicherheitsteams benötigen zudem praktische Ansätze für:
- Scannen und Überprüfen von Geräten von Auftragnehmern und Lieferanten, bevor diese eine Verbindung zu OT-Systemen herstellen
- Durchsetzung einheitlicher Inspektionsrichtlinien an verteilten Standorten durch zentralisierte Verwaltung
- Überprüfung und Validierung von Datenübertragungen in kritische Systeme, die nicht vom Netz genommen werden können
- Verwaltung sicherer Workflows zur Firmware-Verteilung in Air-Gap-Umgebungen
- Aufrechterhaltung einer zentralen Übersicht und prüfungsfähiger Aufzeichnungen
Beginnen Sie mit der Überprüfung aller Geräte in Ihrer Umgebung
Erfahren Sie, wie sich das „ MetaDefender Drive™“ mit Smart Touch in Ihre kritische Infrastruktur einfügt. Wenden Sie sich noch heute an einen Experten von „ OPSWAT “.

