Am 28. August 2026 bringt „ OPSWAT “ die „File Structure Validation“ in „ MetaDefender Core™“ auf den Markt. Die „File Structure Validation“ ist eine neue Technologie, die die Integrität von Dateiformaten überprüft, eingebettete Objekte extrahiert und jede Komponente an die entsprechende Sicherheits-Engine weiterleitet. Sie wurde entwickelt, um eine Lücke bei der strukturellen Durchsetzung zu schließen, für deren Schließung bestehende Tools nicht ausgelegt waren: die Abdeckung komplexer Dateiformate zum frühestmöglichen Zeitpunkt im Workflow, ohne die untersuchten Dateien zu verändern.
Was die Überprüfung der Dateistruktur bewirkt
Überprüfen
Die Dateistrukturprüfung vergleicht jede Datei mit ihrer Formatvorgabe für über 160 Dateitypen, darunter Datenbankdateien, GIS-Dateien, KI-Modellformate und andere komplexe Formate, die von Antivirenprogrammen und herkömmlichen Dateibereinigungsverfahren nicht vollständig verarbeitet werden können.

Dazu gehört auch die Erkennung von „Polyglot“-Dateien: Dateien, die gleichzeitig zwei Formatspezifikationen entsprechen; eine Technik, mit der Dateityp-Prüfungen umgangen werden, die herkömmliche Tools auf oberflächlicher Ebene nicht erkennen können.

Bei PDF-Dateien überprüft FSV zudem digitale Signaturen und verifiziert die Zertifikate der Unterzeichner anhand bekannter Zertifizierungsstellen.

Auszug
Sobald eine Datei die strukturelle Validierung bestanden hat, zerlegt FSV sie in ihre einzelnen Bestandteile: Makros, Hyperlinks, eingebettete ausführbare Dateien, Metadaten, Bilder und verschachtelte Dateien. Jede extrahierte Komponente wird entweder als Risikoobjekt oder als normales Objekt klassifiziert.

Unterordner werden unabhängig durch den Sicherheits-Workflow geleitet und nicht als Teil des übergeordneten Ordners bewertet. So werden beispielsweise Anhänge oder eingebettete Objekte, die drei Ebenen tief in einem zusammengesetzten Dokument verborgen sind, eigenständig geprüft und nicht als binärer Inhalt behandelt, der zu dem Ordner gehört, in dem sie sich befinden.
Block
Blockierungsregeln lassen sich nach Objekttyp und unter Berücksichtigung der jeweiligen Dateitypbedingungen konfigurieren, wodurch Sicherheitsteams am Einstiegspunkt präzise Kontrolle erhalten, ohne auf pauschale Richtlinien zurückgreifen zu müssen.

Zusätzlich zu den Standard-Dateispezifikationen überprüft die Dateistrukturvalidierung Dateien auch anhand benutzerdefinierter Schemata (in dieser Version wird das XML-Schema (XSD) unterstützt). Dateien mit fehlerhaften, nicht konformen oder anomalen Strukturen werden blockiert, bevor sie eine nachgelagerte Engine erreichen.

Dateien, die die Strukturprüfung nicht bestehen, werden bereits vor Beginn der Extraktion blockiert, wodurch der Verarbeitungsaufwand für strukturell fehlerhafte Dateien entfällt. Nur Dateien, die die Strukturprüfung bestanden haben, werden an die nachgelagerten Module weitergeleitet.
Für wen ist das gedacht?
Die Validierung der Dateistruktur behebt drei spezifische Lücken, für deren Abdeckung andere Tools in der Stack-Umgebung nicht konzipiert wurden:
- Erstens: Organisationen, die mit Datenbankdateien, GIS-Dateien, KI-Modelldateien und anderen komplexen Formaten arbeiten, bei denen AV keine Strukturanalyse durchführen kann.
- Zweitens Umgebungen, in denen die Dateiintegrität nach einer Überprüfung gewahrt bleiben muss, darunter rechtliche, forensische und durch Compliance-Vorschriften geregelte Arbeitsabläufe, bei denen eine Dateirekonstruktion nicht möglich ist.
- Drittens: Sicherheitsteams, die bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt in der Pipeline – noch bevor die intensive Überprüfung beginnt – eine strukturelle Durchsetzung und ein Routing auf Objektebene benötigen.
Was ist zum Start enthalten?
- Überprüfung der Dateistruktur bei über 160 Dateitypen
- Erkennung von Polyglot-Dateien auf struktureller Ebene
- Überprüfung digitaler Signaturen in PDF-Dateien und Verifizierung des Zertifikats des Unterzeichners
- Schema-Validierung anhand von XML und verwandten Formaten, darunter ZEI, JNLP, TDS, RDF, BML, MPD und TTML
- Konfigurierbare Sperrregeln nach Objekttyp und JSON-Pfadbedingung, pro Dateityp
- Konfigurierbare Darstellung von Objektdetails, von der strukturellen Übersicht bis hin zu vollständigen Daten auf Objektebene einschließlich Beziehungen und Versätzen
- Nicht-modifizierende Überprüfung: Der ursprüngliche SHA256-Hash bleibt nach der Verarbeitung erhalten
Mehr erfahren
Die Validierung der Dateistruktur ist nativ in „ MetaDefender Core™“ verfügbar. Es handelt sich dabei um eine Ebene innerhalb der bestehenden Workflow-Konfiguration und nicht um ein separates Produkt, das integriert werden muss.
Wenn Sie die Dateistrukturprüfung in Aktion sehen oder besprechen möchten, wie sie sich in Ihre bestehende Umgebung einfügt, lesen Sie bitte die offizielle Dokumentation oder wenden Sie sich an das Support-Team.
